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Heliatek gewinnt Materials Award im Rahmen der Printed Electronics Konferenz von IDTechEx

04.04.2012

Der Heliatek GmbH, dem Technologieführer für organische Solarfolien, wurde im Rahmen der Printed Electronics EUROPE Konferenz von IDTechEx der Materials Award verliehen. Diese jüngste Ehrung reiht sich in eine Vielzahl von Auszeichnungen ein, die das Unternehmen in den letzten 12 Monaten für seine organische Solartechnologie erhalten hat. Im Vergleich zu traditionellen Solarmodulen, werden die leichten und dünnen Solarfolien zukünftig vielseitigere Solaranwendungen ermöglichen.

Die Printed Electronics Awards von IDTechEx würdigen herausragende Innovationen, Erfolge und Technologieentwicklungen von Unternehmen, die im Bereich der gedruckten, organischen oder flexible Elektronik tätig sind. Der Materials Award wird dabei dem Unternehmen verliehen, das in den letzten 24 Monaten die bedeutendsten Fortschritte in der Materialentwicklung verzeichnet hat. Bei den Juroren handelte es sich um Professor Iain McCulloch, vom Imperial College in London, und um Professor Elvira Fortunato, von der Neuen Universität Lissabon. Ein Juror begründet die Entscheidung zugunsten von Heliatek wie folgt: „Heliatek hat Materialien auf Basis von kleinen Molekülen mit beispiellosen Effizienzwerten entwickelt und damit die organische Photovoltaik um einen entscheidenden Schritt voran getrieben.“

Einer der größten Stärken von Heliatek ist sein firmeneigenes Chemielabor, das neue organische Moleküle entwickelt und synthetisiert. Auch das jetzt prämierte Material ist dort in sehr enger Zusammenarbeit mit der Physikabteilung von Heliatek entwickelt worden. Das neue Absorbermaterial, basierend auf kleinen Molekülen (Oligomeren), heißt HDR14™. Das Material zeichnet sich durch ein sehr starkes und breites Absorptionsvermögen aus und besitzt eine hohe Temperatur- und Lichtbeständigkeit. HDR14™ war der Schlüssel für Heliatek, um eine Serie von Weltrekordeffizienzen für organische Solarzellen aufzustellen. Den letzten Rekord verzeichnete das Unternehmen im November 2011 mit einem Rekordwert von 9,8 % Zelleffizienz (unabhängig zertifiziert vom Fraunhofer ISE CalLab).

Thibaud Le Séguillon, CEO von Heliatek, erklärt: „Wir freuen uns sehr über diese weitere renommierte Auszeichnung. Unsere Solartechnologie bietet gegenüber traditionellen Solarmodulen viele Schlüsselvorteile; so eröffnen die ultraleichten, ultradünnen, flexiblen und transparenten Solarfolien gänzlich neue Anwendungsfelder. Die Heliatek Zellen arbeiten unter realen Anwendungsbedingungen durchgehend mit voller Effizienz, da ihr Wirkungsgrad selbst bei Schwachlicht und steigenden Temperaturen nicht abnimmt. Unsere Technologie hat jetzt mit knapp 10 % einen marktfähigen Wirkungsgrad erreicht und wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren eine Zelleffizienz von 15 % erzielen werden.“

Dr. Martin Pfeiffer, CTO von Heliatek, ergänzt: „Unsere Technologie ist das Umkehrprinzip von organischen LEDs (OLEDs). Während OLEDs Strom in Licht umwandelt, wandeln wir Licht in Strom um. Heliatek ist das einzige Unternehmen im Bereich der organischen Photovoltaik, das sich auf die Vakuumdeposition von kleinen Molekülen spezialisiert hat – damit folgt es dem erfolgreichen Produktionsansatz aller großen OLED-Display Hersteller. Für die Verwendung dieses Verfahrens zur Herstellung unserer patentierten Tandemzellen sprechen eindeutige Argumente, wie beispielsweise die einheitliche Schichtdicke, die im Rolle-zu-Rolle Beschichtungsverfahren erreicht werden kann, oder auch die gute Skalierbarkeit. Wir können auf erprobte und bewährte OLED-Fertigungsanlagen zurückgreifen und so das Produktionsvolumen schnell ausbauen. Darüber hinaus ist die Heliatek Technologie die erste wirklich konsequent grüne Solartechnologie. Unser Produktionsprozess ist ungiftig und die Energierückzahldauer der organischen Solarfolien liegt unter 6 Monaten, da wir im Gegensatz zu kristallinen Solarmodulen, bei der Herstellung der Module nur sehr wenig Energie und Material verbrauchen.“

Heliateks Kerntechnologie, die organische Elektronik auf Basis von kleinen Molekülen, sowie die führenden Forscher des Fachgebietes, Dr. Martin Pfeiffer (CTO und Mitgründer Heliatek), Professor Karl Leo (TU Dresden/Mitgründer Heliatek) und Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (Novaled AG) wurden erst im Dezember 2011 mit dem Deutschen Zukunftspreis, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, ausgezeichnet.

Mitte März wurde die erste Produktionsanlage von Heliatek zur Produktion von Solarfolien im Rolle-zu-Rolle Verfahren in Dresden eingeweiht. Der Produktionsstart ist für den Spätsommer geplant. Das Produktionsvolumen soll danach zügig ausgebaut werden. Hierfür plant Heliatek in diesem Jahr eine weitere Finanzierungsrunde abzuschließen, bei der 60 Millionen Euro von bestehenden und neuen Investoren für eine größere Produktionslinie mit 75 MW eingeworben werden sollen.

 

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